Lombok Beach Sunset

Fernreise mit Baby: Die Details

Die zweite Reise mit unserem Baby hat uns vor vollkommen neue Herausforderungen gestellt. Unsere Tochter konnte nun krabbeln und wollte aktiv, vor allen Dingen aber möglichst selbstständig, ihre Umgebung erkunden. Auch ihr Essverhalten hatte sich deutlich verändert. Ich stillte Tara tagsüber kaum noch und so probierte sie mit großem Interesse alles aus, was bei uns auf dem Teller lag. Während sie mit Pool, Strand und Meer in unserem letzten Urlaub noch nicht so viel anfangen konnte, waren die Momente im oder am Wasser für sie nun das Highlight eines jeden Tages.

Inwieweit all diese Veränderungen unsere Reise im Detail beeinflusst haben, erfährst Du nun hier:

Gepäck

Obwohl wir diesmal 5 Wochen unterwegs waren, hat sich bezüglich unseres Gepäcks und unserer Packliste nicht viel verändert. Auch diesmal hatten wir wieder nur das Nötigste dabei, insbesondere alte Klamotten und auch Spielzeug, das wir vor Ort verschenkt haben. Wir merkten nur, dass die Babyklamotten etwas größer waren und wir insgesamt vielleicht doch ein paar Sachen mehr dabei hatten. Jedenfalls waren unsere beiden Rucksäcke diesmal wesentlich voller gepackt und brachten zusammen knapp 31 Kilo auf die Waage. Mamas Arme

 

Fliegen

Tara findet Flughäfen super. Da sind viele Menschen mit denen sie interagieren und lange Gänge mit glitzernden Lichtern, die sie erkunden kann. Auch das Fliegen macht ihr überhaupt nichts aus. Bisher hatte sie noch nie Probleme mit dem Druckausgleich und war immer tiefenentspannt. Überhaupt habe ich auf meinen zahlreichen Flügen noch nie jene vielbeschworenen, unentwegt brüllenden Babys erlebt, die allen Mitreisenden den Flug zur Hölle machen. Vielleicht ist das ja nur ein Mythos, der Familien den Mut für Fernreisen nehmen soll?

Baby im FlugzeugFür die Nachtflüge von Frankfurt über Doha nach Singapur (und zurück) ist unsere Wahl diesmal auf Qatar gefallen. Für Tara hatten wir ein Babybettchen bestellt. Leider war die Buchung des Bettchens etwas umständlich. Während man dies bei vielen anderen Fluggesellschaften direkt online hinzubuchen kann, geht das bei Qatar leider nicht. Ich musste stattdessen mehrmals bei der Hotline anrufen, hing jedes Mal eine gefühlte Ewigkeit in der Warteschleife fest, um dann die Info zu erhalten, dass man das Bettchen gerne meiner Reservierung hinzufügen könnte, jedoch müsste dies erst von der Zentrale in Doha bestätigt werden. Ich sollte also in ein paar Tagen nochmal anrufen. Nachdem ich insgesamt vier Mal erfolglos bei Qatar angerufen hatte, sind wir dann ohne eine definitive Bestätigung für das Babybettchen zum Flughafen gefahren. Glücklicherweise haben wir das Bettchen beim Check-In dann aber vollkommen problemlos für Hin- und Rückflug bekommen. So konnten wir die extra Beinfreiheit genießen und Tara entspannt zum Schlafen ablegen. Bei Turbulenzen mussten wir sie natürlich aus dem Bettchen herausholen und auf meinem Schoß festschnallen. Aber zum Glück waren die Flüge sehr ruhig, so dass Tara viel schlafen und ich mir sogar den einen oder anderen Film anschauen konnte.

Der Service an Bord war insgesamt gut, freundlich und effizient, wobei es auch hier wieder Unterschiede je nach Auslastung der Crew gab. Tara wurde mit Spielzeug überhäuft und auf Nachfrage bekamen wir Gläschen mit Obstbrei. Ein wirklich praktisches Goodie war außerdem die kleine Wickeltasche, komplett gefüllt mit Windeln, Feuchttüchern, Puder etc., die wir jeweils auf Hin- und Rückflug erhielten.

Wickeltasche Qatar und Garuda

Die Flüge mit AirAsia von Singapur nach Denpasar waren zwar viel kürzer, dafür aber auch anstrengender. Das lag einerseits daran, dass es wir jeweils um die Mittagszeit geflogen sind und Tara dementsprechend sehr aktiv war. Außerdem waren die Maschinen jedes Mal extrem voll und eng, so dass ich einfach nur froh war, als wir nach 2:30 Stunden endlich gelandet sind.

Sehr entspannt war dagegen der 40-minütige Flug mit Garuda Indonesia von Bali nach Lombok. Die Sitze waren groß und bequem, außerdem fand es Tara super, dass sie auf dem Touch-Screen herumdrücken konnte, der sich vor unserem Sitz befand. Ich fand es toll, dass wir auch hier eine kleine Wickeltasche mit allem Nötigen erhielten. Dagegen löste bei mir die Babyschwimmweste, die man mir für den Fall einer Notlandung in die Hand drückte, einen kalten Schauer aus.

Fliegen mit Baby

Die Flughäfen in Doha und Denpasar sind beide sehr modern und sauber, mit ausreichend Wickelräumen und Wasserspendern. Auch wenn der Flughafen Doha insgesamt schickere Extras bietet, wie zum Beispiel kostenlose Buggys und futuristisch designte Spielplätze, macht er einen doch eher klinisch, kühlen Eindruck, so dass wir uns in Denpasar einfach wohler gefühlt haben.

Eher klein, schmuddelig und laut war dagegen der Flughafen auf Lombok. Insbesondere der einzige Wickelraum war eine Zumutung. Die gesamte Einrichtung war extrem schmutzig und abgenutzt. Die Klimaanlage funktionierte nicht, so dass es in dem engen Raum gefühlte 50 Grad waren. Am schlimmsten war jedoch das wackelige Sofa, das dort stand und mir mitsamt Baby beinah auf den Fuß gekracht ist.

Unser Highlight dagegen war Changi Airport / Singapur mit kostenlosem Kino, Schmetterlingspark und Fußmassagestühlen für Mama und Papa. Selbstverständlich stehen dort auch Buggys und Spielplätze für die Kleinen zur Verfügung. Sehr süß fand ich außerdem, dass sich auf den Toiletten auch Klos und Waschbecken in Kindergröße befinden. Die Wickelräume sind modern, sauber und bieten Kalt- und Warmwasserspender sowie einen extra Rückzugsraum zum Stillen an.

 

 Übernachtung

Der große Unterschied zu unserer letzten Reise war, dass wir diesmal einen Teil unserer Unterkünfte über AirBnB gebucht haben. So hatten wir nicht nur eine eigene Küche, in der ich Gemüse oder Getreidebrei für das Baby kochen konnte, sondern auch den Luxus von extra viel Platz, so dass Tara viel Raum zum Krabbeln und Entdecken hatte.

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Unterkunft war, dass wir ein schönes, großes Doppelbett hatten, so dass Tara bequem zwischen uns schlafen konnte. Außerdem haben wir darauf geachtet, dass fast alle Unterkünfte über einen Pool verfügten, die wir diesmal gemeinsam mit Tara intensiv zur Erfrischung nutzten konnten.

Villa Create Love Play Ubud
Unsere wunderschöne AirBnB Villa in Ubud

 

Mobilität

Nach langen Diskussionen hatten wir uns diesmal entschieden, einen alten, einfachen Buggy mitzunehmen. Wie zu erwarten, konnten wir diesen aber nur in Singapur und auf der Strandpromenade von Sanur verwenden. Ansonsten waren die, wenn vorhandenen, Bürgersteige und Wege viel zu unwegsam, so dass unser Haupttransportmittel für das Baby auch diesmal mein Didymos Sommer-Tragetuch und der Bondolino waren.

Da wir auch diesmal wieder viel zu Fuß unterwegs waren, erwiesen sich die beiden Tragehilfen als die beste Lösung für zugestellte und unwegsame Straßen. Auch zum schnellen Ausweichen der unzähligen Roller in Ubud und Seminyak waren die Tragehilfen ideal. Außerdem war Tara so nicht direkt auf Höhe der ungefilterten mit Feinstaub verpesteten Motorabgase, die insbesondere in Seminyak die Luft extrem verseuchten.

Bali Baby Motorbike

 

Essen

Tara hat zu dem Zeitpunkt unserer Reise bereits eifrig am Familientisch mitgegessen, wurde aber noch teilweise von mir gestillt. Das war vor allen Dingen beim Fliegen und wenn wir tagsüber länger unterwegs waren sehr praktisch.

Morgens bekam Tara immer Getreidebrei mit frischen Früchten, wie Banane oder Papaya. Den Brei hatte ich für sie aus Deutschland mitgenommen. Als der dann irgendwann leer war, habe ich eine indonesische Sorte mit Bananengeschmack gekauft (Promina Bubur Bayi Pisang Susu). Tara fand den Brei super und hat ihn gierig verschlungen. Ich fand den nicht so toll, da er viel zu zuckrig-süß war.

Baby Watermelon

Wenn wir eine Küche zur Verfügung hatten, habe ich zum Mittagessen etwas Gemüse gekocht, wie Süßkartoffeln oder Kürbis. Ansonsten hat Tara einfach bei uns mitgegessen, sehr gerne Reis, Tempeh, Tofu oder Gemüse. Babystühle waren fast in allen Restaurants vorhanden, wenn nicht, fanden wir meist ein Sofa oder eine Bank, auf der wir gemütlich zu dritt sitzen konnten. Für Unterwegs hatte ich außerdem immer einen Quetschie zum Selbstbefüllen dabei. In den konnte ich dann etwas von den köstlichen Smoothies füllen, die wir auf Bali täglich genießen durften.

Ansonsten hatte ich für Notfälle ein paar Packungen Quetschies mitgenommen, die locker bis zum Schluss gereicht haben. Tatsächlich war das Angebot an Babynahrung überall nämlich sehr groß. Auf Bali gab es diverse Breisorten und Gläschen von Heinz. In Singapur gab es sogar Quetschies, nur waren diese mit ca. 1,50 EUR pro Beutel recht teuer.

 

Windeln

Ich hatte für den Flug und die ersten Tage eine kleine Packung Windeln, verteilt auf unser Handgepäck und die Rücksäcke, mitgenommen. In Singapur war die Auswahl an Windeln groß, dafür waren sie aber auch recht teuer. Trotzdem kauften wir dort eine Maxi-Packung Mamy Poko Windelhöschen, da wir ja nicht wussten wie die Situation auf Bali aussehen würde. Tatsächlich war das Angebot dort aber noch viel größer als in Singapur und die Windel insgesamt viel günstiger. Es gab dort sogar Pampers zu kaufen! Somit waren wir die gesamte Reise über perfekt versorgt. Statt der Wegwerf-Schwimmwindeln hatten wir für Tara diesmal richtige Schwimmhöschen dabei, in denen sie voller Freude in den Pools herumplantschen konnte. Am Meer durfte sie dann komplett ohne Windel im Sand und Wasser spielen und fand das natürlich großartig.

 

Spass am Strand

 

Sonne & Meer

Gegen die Sonne haben wir Tara mit Hut, UV Shirt und Sonnencreme von Nivea mit Lichtschutzfaktor 50 geschützt. Da ich keine Lust hatte für das Baby und uns verschieden Sorten Sonnencreme mitzuschleppen, haben wir einfach alle dieselbe Sonnencreme verwendet. Die Creme lässt sich sehr gut verteilen, riecht angenehm und wir haben sie super vertragen. Zusätzlich haben wir uns auch diesmal wieder hauptsächlich im Schatten aufgehalten, so dass wir kein einziges Mal einen Sonnenbrand bekamen.

Mückenschutz

Der Mückenschutz war vermutlich das kritischste Thema während unserer Reise, da in Teilen Balis eine Dengue-Epedimie, bzw. Hysterie herrschte. Wir waren daher so achtsam, wie es uns möglich war und haben Tara mehrmals täglich mit der Stichfrei Kids von Balistol eingecremt. Dadurch wurde sie tagsüber glücklicherweise fast gar nicht gestochen. Nachts wurde sie leider doch ein paar Mal gestochen. Aber dennoch haben wir uns nicht verrückt machen lassen, hatten Glück und sind alle gesund geblieben. Heiko und ich haben das super gut riechende Mückenspray von Utama Spice verwendet, das aus komplett natürlichen Inhaltsstoffen besteht und uns relativ gut geschützt hat.

Baby am Strand

 

Bist du schon mal mit Baby verreist? Was waren Deine Erfahrungen? Welche Tipps kannst Du weitergeben?

Ein Gedanke zu „Fernreise mit Baby: Die Details

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.