Welcome to KL

60 Stunden in Kuala Lumpur

Kuala Lumpur, oder kurz KL,  war der Ausgangs- und Endpunkt unserer Asien-Reise 2014. KL ist die Hauptstadt und größte Metropole Malaysias und damit das pulsierende, kulturelle und ökonomische Zentrum des Landes. Trotzdem wirkt KL nicht beengt oder vermittelt eine hektische Atmosphäre. Das Stadtbild ist zwar weder besonders einheitlich konzipierte noch wirklich schön, jedoch unglaublich vielfältig, grün und immer wieder für eine Überraschung gut. So gibt es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken: Zwischen glänzenden Hochhäusern, finden sich chinesische Pagoden, Moscheen, hinduistische Tempel, Kirchen und immer wieder auch einige farbenfrohe Gebäudezüge aus der Kolonialzeit. Dieses ebenso bunte wie vielfältige Stadtbild spiegelt sich auch in seinen Bewohnern wieder. KL ist ein wahrer Schmelztiegel all dieser Kulturen, Religionen und unterschiedlichsten Charaktere – und damit auf jeden Fall eine Reise wert.

Colourful KL

 

Die Orientierung am modernen Flughafen (KLIA) ist super easy. Mit dem KLIA Express ist man in ca. 30 Minuten in der Stadt (KL Sentral). Ein One-Way-Ticket kostet 35 MR und ist somit wesentlich günstiger, als die Fahrt mit einem Taxi (zwischen 100 und 140 MR). Sobald man mit mehreren Personen reist, viel Gepäck hat und sich eventuell ein Umsteigen in KL Sentral ersparen möchte, kann ein Taxi jedoch die bequemere Alternative sein.

Insgesamt ist das öffentliche Nahverkers-Systmen in KL wirklich super: Extrem günstig, zuverlässig und leicht verständlich. Ebenso empfehlenswert sind die kostenlosen Busse der GO KL Linie, über die man die Hauptattraktionen der Stadt bequem erreichen kann.

Downtown KL

 

Erleben

Merdeka Square und Chinatown

Ich bin ein großer Fan davon Städte zu Fuß zu erkunden, da ich glaube, dass man so viel mehr sehen und erleben kann. Daher war ich wirklich erfreut festzustellen, dass man einen Großteil der Sehenswürdigkeiten in KL tatsächlich erlaufen kann.

Von Bikut Bintang aus kann man in einem schönen Spaziergang Little India, St. Mary’s Cathedral, Masjid Jamek (eine der ältesten Moscheen Kuala Lumpurs), das Sultan Abdul Samad Gebäude und den Merdeka Square erreichen. Am Merdeka Square befindet sich auch die KL City Gallery. Dort kann man sich eine kostenlose Multimedia Show mit interessanten Fakten zur Stadt anschauen. Außerdem steht dort das große “I Love KL” Zeichen, das für Fotojunkies natürlich ein Muss ist.

Merdeka Square KL
Merdeka Square KL

Vom Merdeka Square ist es nicht weit zu dem schön renovierten Pasar Seni (Central Market). Dort und im nahegelegenen Chinatown (Petaling Street) ist shoppen, schauen und schmecken angesagt: So viel Bunt und Glitzer-Kram überall, so viele Menschen, so viele Gerüche, Essensstände, Räucherstäbchen und Tempel, wie z.B. der hinduistische Sri Mahamariamman Tempel oder der chinesische Gua Di Tempel.

Chinatown KL

Petronas Towers

Die Petronas Twin Towers sind ein Muss für jeden, der KL das erste Mal besucht. Die Tickets kann man bequem vorab im Internet kaufen, so dass man lange Wartezeiten vor Ort umgehen kann (80 MR).

Die Besichtigung der Türme ist sehr gut organisiert. Nach einer spacigen Security-Einweisung wird man in den 41. / 42. Stock zur Skybridge (der Verbindungsbrücke zwischen beiden Türmen) hinauf gefahren, wo man sich ca. 10 Minuten aufhalten darf. Anschließend geht es in die Spitze, in den 84. Stock, zum Observation Deck, wo man sich ungefähr 30 Minuten aufhalten kann. Für mich waren die Zeitfenster jeweils vollkommen ausreichend, um mir alles anzusehen, Fotos zu machen und den Ausblick zu genießen – und der ist wirklich sehr beeindruckend!

View from Petronas

 

Batu Caves

Die Batu Caves sind mehrere Höhlen in einem Kalksteinfelsen etwas außerhalb von Kuala Lumpur und beherbergen diverse Hindu Tempel. Man erreicht die Höhlen von KL Sentral aus sehr einfach und kostengünstig mit dem KTM Komuter

Die größte Höhle ist dem Gott Murugan gewidmet. Man erreicht sie über eine lange Treppe auf der sich zahllose freche Äffchen tummeln. Der eigentliche Tempel in der Höhle ist jedoch sehr unspektakulär. Ein weiteres ‘Highlight’ ist die Ramayana Cave, in der das Ramayana mit knallbunten, skurrilen Figuren dargestellt wird. Das Ganze wirkt ein bisschen, wie ein indisches Disneyland auf einem sehr strangen Trip.

Außerdem gibt es auf dem Gelände zahlreiche Restaurants und Shops, die blinkende Götterfiguren verkaufen, weitere kleine Tempel und noch mehr Höhlen. Insgesamt macht das gesamte Gelände einen sehr wuseligen und auch etwas abgefuckten Eindruck, mit einem ganz eignen Charme.

Fazit: Ein netter Ausflug, aber kein unbedingtes Muss.

Batu Caves

 

Monkey at Batu Caves

 

 

Shopping

Kuala Lumpur wird von Vielen als eines DER Shopping-Mekkas Südostasiens beschrieben – und das kann ich nur unterschreiben. Ich wurde von der Anzahl an Mega-Malls schier erschlagen und wenn ich mich in der Stadt zwar nicht verlaufen habe, dann aber in dem Gewirr aus Shops und Malls. Neben den üblichen Verdächtigen, wie H&M, Mango, Zara etc. finden sich auch immer wieder Shops mit unbekannten Marken, Krimskrams und allerlei crazy Kleinigkeiten. Besonders toll fand ich die Malls rund um den Berjaya Times Squares, insbesondere Abends, wenn tausend Lichter und Anzeigentafeln die gesamte Gegend in ein spektakuläres Funkeln tauchen.

 

 

Essen, Trinken, Feiern

Heli Lounge Bar

Ein definitives Highlight unseres Trips war die Heli Lounge Bar. Die Bar ist jedoch nicht ganz so leicht zu finden, da das Gebäude von Außen wie ein gewöhnliches Bürohochhaus aussieht. Auch innen, an den Aufzügen, steht kein richtiges Hinweisschild. Einfach den einzig funktionierenden Aufzug nach ganz oben nehmen und plötzlich steht man in einer chrom-glänzenden Bar.

Die Bar macht täglich (außer Sonntags) um 18 Uhr auf und das Heli Deck wird dann ein paar Minuten später geöffnet. Nach einer kurzen Wartezeit, bzw. einem ersten Drink in der Bar, gelangt man dann über das Treppenhaus hinaus ins Freie, direkt auf das Dach des Gebäudes (34. / 35. Stock). Dort sitzt man an hipstermässig, wild zusammen gewürfelten Tischen und genießt eine wirklich spektakuläre, komplett freie Aussicht (ohne Absperrung!!) auf die Stadt. Natürlich sind die Getränke hier etwas teurer, aber die Drinks sind lecker und für die Atmosphäre und DIE Aussicht lohnt es sich auf jeden Fall: Eingerahmt vom Menara KL, den Petronas Twin Towers und dem funkelnden Lichtermeer. Wirklich atemberaubend!

Tipp: Wer einen Sitzplatz ergattern möchte, sollte am besten direkt um 18 Uhr vor Ort sein. So kommt man auch noch in den Genuss eines spektakulären Sonnenuntergangs vom Helideck aus.

 

Heli Lounge Bar

 

 

Jalan Alor

In dieser Seitenstraße in Bukit Bintang in reiht sich ein Straßen-Restaurant an das Andere. Die Auswahl an asiatischen Köstlichkeiten ist fast ebenso unbegrenzt wie lecker und dazu noch traumhaft günstig. Wir hatten hier köstlich gegrillten Fisch, Tofu- und Gemüsespieße mit scharfen Soßen, Roti mit Curry und und und. Definitiv Top und uneingeschränkt zu empfehlen.

In den Bars der umliegenden Straßen, besonders in der Changkat Bukit Bintang, hat man dann eine ebenso große Auswahl den Abend mit dem einen oder anderen Bier oder Cocktail ausklingen zu lassen. Neben der klassischen Sportsbar finden sich dort auch stylische Länden wie z.B. das Opium KL.

 

Din Tai Fung

Ich kannte dieses geniale Restaurant bereits aus Singapur und hatte mich dort in die köstlichen Dim Sum blitzverliebt. Nachdem ich herausgefunden hatte, dass es in KL ebenfalls einen Ableger der Kette gibt, musste ich dort unbedingt hin – und wurde nicht enttäuscht. Die Auswahl war überwältigend, frisch und traumhaft lecker.

Da ich nicht die Einzige bin, die auf gutes Essen steht, muss man in den Stoßzeiten mit etwas längeren Wartezeiten rechnen. Also, früh kommen und natürlich etwas mehr Budget einplanen.

 

Übernachten

In KL übernachteten wir einmal im Hotel Anggun, ein kleines Boutique Hotel in einer ruhigen Seitenstraße zur Jalan Alor in Bukit Bintang. Das Hotel ist sehr gemütlich eingerichtet mit klassischen, dunklen Holzmöbeln. Die Zimmer, die um einen kleinen Innenhof mit Fischbecken angeordnet sind, sind groß, geräumig und sehr sauber. Das extrem leckere á la carte Frühstück wird auf ruhigen der Dachterrasse serviert. Nach einem anstrengenden Tag voll neuer Eindrücke, kann man im kleinen, grün bepflanzten Vorgarten mit einem kühlen Bintang chillen.

Für unseren zweiten Stopp in KL hatten wir uns für das Traders Hotel entschieden, da wir die tolle Aussicht auf die Petronas bei Nacht genießen und ausgiebig fotografieren wollten. Leider waren die Fenster aufgrund der kühlen Klimaanlage im Zimmer und der schwülen, feuchten Luft draußen so beschlagen, dass wir gar nichts sehen konnten. Auch der kalte Indoor-Pool mit Blick auf die Petronas konnte uns nicht wirklich begeistern, obwohl die Aussicht hier wenigstens ungetrübt zu genießen war.

Das Hotel wirkt insgesamt sehr klinisch und busy, eben ein echtes Messe- und Business-Hotel und kein charmanter Ort für einen entspannten Aufenthalt.

Warst Du auch schon mal in Kuala Lumpur? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Was fandest du am Schönsten? Ich freue mich über Deinen Kommentar.

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