Sunset Langkawi

Langkawi: Traumstrände & Affentheater

Pulau Langakwi ist die malayische Ferieninsel mit weißen Traumstränden und spektakulärer Natur. Die 320 km² große Insel ist Teil einer, aus 99 Kalkstein-Inseln bestehenden, Inselgruppe, die als Geopark Bestandteil des UNESCO Weltkulturerbes sind. Die Hauptinsel, Langkawi, ist zum Großteil mit dichtem Regewald bedeckt, der zusammen mit den Kalksteinformationen deutlich das Bild der Insel prägt. Die knapp 60.000 Einwohner leben großteils vom Tourismus, nur ein kleiner Teil verdient noch seinen Lebensunterhalt durch die Landwirtschaft und das Fischen.

Beach Langkawi

Wir sind von Kuala Lumpur aus mit AirAsia nach Langkawi geflogen. Der Flug dauert nicht einmal eine Stunde, nur war der Hinflug leider über 2 Stunden verspätet, was uns öde Wartestunden am Flughafen einbrachte. Langkawi stellte die letzte Station unserer Asien Reise 2015, mit unserer damals 6 Monate alten Tochter, dar. Nach unserer abenteuerreichen Reise durch Laos, wollten wir uns in Langkawi vor allen Dingen für knapp eine Woche an den sagenhaften weißen Stränden erholen. Außerdem haben wir uns dort mit meinen Eltern getroffen, so dass Heiko und ich uns etwas Baby-Auszeit nehmen konnten: Endlich wieder gemeinsam schwimmen und in Ruhe essen, während Tara von Oma und Opa bespaßt wurde. Zwar hatten wir geplant eine Bootstour durch die Mangroven zu unternehmen und einen Schnorchelausflug zu den benachbarten Inseln zu machen, doch der wunderschöne, fast menschenleere Strand und die erlebnisreichen Wochen zuvor taten leider ihr Übriges. Die meiste Zeit haben wir somit alle Pläne beiseite geschoben und nur uns, unsere Familie, das Meer, die Sonne und die Natur genossen.

Berjaya Langkawi Resort

 

Hotel & Strand

Nach langem hin- und herüberlegen haben wir uns für das Berjaya Langkawi Resort entschieden und waren mit unserer Wahl dann auch sehr glücklich. Auf den ersten Blick besteht die Hotelanlage aus dem typischen Hauptgebäude mit Rezeption, einem großem Speisesaal, Pool etc. Von diesem zentralen Gebäude aus führen jedoch zahlreiche Wege in den dicht mit Regenwald bewachsenen Hang. Dort schmiegen sich, harmonisch in die Natur eingebetet, unzählige kleine (und auch sehr viel größere) Holzhäuschen an den Berghang. Von den großen, gemütlich eingerichteten Zimmern aus, die alle über einen Balkon verfügen, kann man die fast unberührte Wildnis somit live, direkt vor der Zimmertür erleben. Von unserem Seaview Chalet konnten wir so nicht nur magische Sonnenauf- und -untergänge bestaunen, sondern hatten auch mehrfach tierischen Besuch durch eine freche Horde Makaken, scheue Südliche Brillenlanguren (Dusty Leaf Monkey),  Nashornvögel oder Warane. Mit der Lage unseres Zimmer hatten wir außerdem richtig Glück, da wir zum Strand, den Restaurants und dem Pool in wenigen Minuten laufen konnten. Für die weiter abgelegenen Häuser des großzügigen Resorts gibt es einen kostenlosen Shuttleservice, der Tag und Nacht im Einsatz ist.

Nachdem wir den ersten Tag in dem großen Dayang Café das Frühstücks-Buffet ausprobiert hatten und uns dort ein bisschen wie in einer überfüllten Kantine vorkamen, zogen wir die restlichen Tage das à la carte Frühstück im Beach Restaurant vor. Zwar war die Auswahl dort nicht ganz so groß, dafür war es entspannt und friedlich. Der Service war super und man hatte von allen Seiten den freien Blick auf das endlose Meer.

Monkey at Berjaya Langkawi

Obwohl das Hotel gut ausgebucht zu sein schien – wovon man nach der Menschenmenge im großen Frühstückssaal ausgehen konnte – war der Strand teilweise menschenleer. Wir hatten also keine Probleme, jeden Tag perfekt platzierte Liegen mit ungestörtem Blick aufs Meer und den umliegenden Dschungel zu ergattern. Nichts störte unsere himmlische Ruhe, außer einer besonders wilden Makaken-Horde, die jeden Mittag die unbeaufsichtigten Strandtaschen nach Futter durchwühlte.

Auch der schön angelegte Pool war nie richtig voll. Dennoch nutzen wir ihn fast nur, um mit Tara etwas im Kinderplanschbecken zu spielen, da ihr das Meer mit den Wellen noch zu gruselig war. Für uns aber war es perfekt! Dank der angenehmen Badewannen-Temperatur hätte man stundenlang darin verbringen können. Meiner empfindlichen Haut genügten aber schon 20 Minuten, um mir einen knalligen Sonnebrand zu verpassen. Damit verabschiedete ich mich auch von der Idee, mir an der Strandbar ein Stand-Up-Paddle-Board für eine Stunde auszuleihen. Danach hätte man mich vermutlich als lebendes Ampelweibchen einsetzen können.

Beach at Berjaya Langkawi

Nicht wirklich überraschend war, dass die Preise der hoteleignen Restaurants recht hoch waren, d.h. auf europäischem Niveau lagen. Die Aussicht und Lage des Phan Thai Restaurants war aber so großartig, dass wir direkt mehrmals dort waren. Das Restaurant befindet sich auf einem weitläufigen Steg am äußeren Ende der Bucht in der das Hotel liegt. Von dort aus hat man einen komplett freien Blick auf die Weite des Meeres und den mächtigen Dschungel. Es war einfach himmlisch, in der angenehm kühlen Meeresbrise den spektakulären Sonnenuntergang zu bewundern und so den Tag ausklingen zu lassen. Ach so – und das Essen war übrigens auch sehr lecker.

Sunset Langkawi

Das hoteleigene Spa liegt ebenfalls wunderschön, mitten im Dschungel versteckt, mit einer kleinen Poollandschaft und Blick aufs Meer. Die Räumlichkeiten sind sehr modern eingerichtet und auch die Behandlungen sind Top. Leider war, neben den wirklich gesalzenen Preisen, der Empfang recht unwirsch. Ich hatte nämlich Tara dabei und wollte sie, wie auch sonst immer, während der Pediküre auf dem Schoß halten. Da meine Mutter und Heiko zeitgleich verwöhnt wurden, wären sie als Babysitter sowieso ausgefallen. Die Dame am Empfang meinte jedenfalls sehr bestimmt, dass ich Tara nicht mitnehmen könne. Als ich daraufhin direkt erwiderte, dass ich dann auf meinen Termin verzichten würde, konnte ich sie plötzlich doch mitnehmen. War ja klar! Tara war während der Pediküre dann auch total entspannt und friedlich. Trotzdem hinterließ dieser unfreundliche Empfang bei uns einen völlig unnötigen, blöden Eindruck. Schade.

 

Nightmarket

Auf Langkawi findet der Nightmarket jeden Abend an einem anderen Ort der Insel statt. Wir besuchten den Markt an einen Sonntag in Padang Matsirat. Dort findet er in der Nähe des ‘Field Of Burnt Rice‘ statt. Da Tara abends immer sehr früh müde wurde, waren wir bereits gegen 18 Uhr auf dem Markt, so dass dort noch nicht wirklich viel los war. Insgesamt war der Markt eher überschaubar. Es gab nur sehr wenige Stände mit Kleidung, Elektronik, Spielzeug und Haushaltsgegenständen, dafür aber umso mehr Essensstände. Allerlei lokale Köstlichkeiten werden hier frisch zubereitet und können direkt verzehrt oder mitgenommen werden. Von Saté Spießen über süßen, gefüllte Pfannkuchen (Apom Balick), würzigen Rotis, bis zu Nasi Goreng und frischen Säften gibt es hier alle erdenklichen Leckereien für extrem kleines Geld. Wir haben uns von fast allem etwas mitgenommen und dann auf dem Balkon unseres Hotelzimmers gemeinsam verspeist.

 

Oriental Village 

Das Oriental Village ist angeblich eine der Top ‘Sehenswürdigkeiten’ auf Langkawi. Das liegt vor allen Dingen daran, dass sich dort auch die Abfahrt-Station der Seilbahn befindet. Ich persönlich empfand das Oriental Village als einen sehr seltsamen Ort, eine skurrile Zusammenwürfelung aus Duty-Free-Shops (ganz Langkawi ist Duty-Free-Zone), kitschigen Souvenirläden, Shops für Strandbekleidung, spaßige Outdoor-Aktivitäten für Kinder und extrem günstigen Restaurants. Auf dem Gelände befindet sich außerdem noch ein kleiner Zoo mit einem armen Tiger und traurigen Elefanten. Der modernste Bereich des Oriential Village sind sicherlich die Ticketschalter und der Souvenirshop für die Seilbahn. Ein starker Kontrast dazu sind die typisch, asiatischen Essensstände auf der gegenüberliegenden Seite des Geländes. Hier gibt es extrem günstig Essen, das aber leider auch von ebenso günstiger Qualität ist. Sehr praktisch waren für uns allerdings die zahlreichen Geschäften in denen wir uns mit Wasser, Snacks und Windeln für Tara eindecken konnten.

 

Langkawi Sky Cab & Skywalk 

Die Top-Attraktion Langkawis ist sicherlich die Seilbahn (Sky Cab) mit dem 2004 eröffneten Skywalk. Die Seilbahn fährt auf den zweithöchsten Berg Langkawis, den Mount Mat Cincang, hinauf. Um die Ticket-Schalter für die Seilbahn drängt sich zu jeder Uhrzeit eine riesige Menschenmenge. Aus diesem Grund waren wir extra früh morgens, knapp vor den offiziellen Öffnungszeiten, dort – und fanden uns dennoch in einer Traube von Menschen wieder. Nach kurzem Überlegen haben wir uns daher (auch wegen Tara) dazu entschieden statt der regulären Tickets für 45 MYR (ca. 10 €) die bevorzugten Express Lane Tickets für 95 MYR (ca. 21 €) zu kaufen. Die Tickets gab es an einem anderen Ticketschalter, so dass wir uns dort schon das Warten, Anstehen und Drängeln ersparten. Für die Auf- und Abfahrt konnten wir dann auch einen anderen Gang benutzen und mussten nicht mit Hundert anderen Menschen in der brütenden Hitze immer wieder aufs Neue anstehen.

Langkawi Sky Cab

Leider kamen wir so auch in den ungewollten Genuss einer Kabine mit Glasboden. Dazu muss ich sagen, dass ich kein Fan von Seilbahnfahrten bin und nun noch den Abgrund unter meinen Füßen sehen zu können, bescherte mir ein sehr, sehr flaues Gefühl im Bauch. Die Seilbahn ist stellenweise aber auch extrem steil, so dass man das Gefühl hat fast senkrecht den Berg nach oben gezogen zu werden. Mir hat das jedenfalls den Atem verschlagen. Gleichzeitig ist der Blick auf den Regenwald, die Wasserfälle und über die Bucht, auf das Meer hinaus, wirklich spektakulär. Oben angekommen brauchte ich erst einen kurzen Moment, um zu verschnaufen. Dann konnte ich auch den beeindruckenden Ausblick auf die Landschaft genießen. Die tief hängenden Wolken und Nebelschleier des frühen Morgens begannen sich langsam zu lichten und gaben so allmählich den ungetrübten Blick auf die satte, grüne Natur frei.

Die erste Station befindet sich auf 650 Meter Höhe, danach geht es dann noch einmal weiter nach oben, auf 708 Meter Höhe. Von dort gelangt man auch zum Skywalk, einer spektakulär, geschwungenen Seilbrücke, die sich so besonders harmonisch in das Landschaftsbild einfügt. Etwas ärgerlich fand ich nur, dass man hier noch mal einen extra Eintritt von 5 MYR zahlen musste. Etwas teurer wäre die Fahrt mit einer Zahnradbahn gewesen, die uns direkt auf die Plattform des Skywalk gebracht hätte. Wir haben uns jedoch für den günstigeren Fußweg entschieden, der einen recht abenteuerlichen, schmalen und stellenweise auch rutschigen Pfad entlang führt. Insgesamt wirkte der Weg eher provisorisch und war viel zu eng, so dass wir immer wieder anhalten mussten, wenn uns andere Menschen entgegen kamen. Nach ca. 15 Minuten hatten wir dann den 125 Meter langen Skywalk erreicht und wurden mit einem einmaligen, atemberaubenden Ausblick über den Regenwald, die vorgelagerten Insel und die Andamansee belohnt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.