Mingun Pagode

Die Umgebung von Mandalay

Von Mandalay aus kann man zahlreiche, spannende Ausflüge in die Umgebung unternehmen, für die man jeweils bequem einen Vormittag oder Nachmittag einplanen kann. Hier nun unsere Highlights:

U-Bein Brücke

Ein Besuch der U-Bein Brücke in Amarapura, die längste und älteste Holzbrücke der Welt, ist ein absolutes Muss. Die 1,2 Kilometer lange Brücke wurde um 1850 erbaut und dient als Fußgängerweg über den Thaungtaman-See. Die schönste Stimmung gibt es natürlich zum Sonnenuntergang, dann sieht man hier zwar auch mehr Touristen, aber gleichzeitig genießt auch die lokale Bevölkerung die letzten Strahlen der Sonne. Viele treffen sich dort zum Fischen, Essen, Trinken oder Musik machen, so dass eine sehr friedlich, feierliche Stimmung entsteht.

U-Bein Bridge

Vor und auch auf der Brücke sind zahlreiche Souvenir- und Essensstände. Geht man den kompletten Weg über die Brücke kommt man in ein kleines Dorf mit noch mehr Essenständen und einem Kloster mit einem hohe Aussichtsturm über den See.

 

Sagaing

Sagaing ist das spirituelle Zentrum Myanmars und liegt ca. 20 Kilometer von Mandalay entfernt auf der anderen Fluss-Seite des Ayeyarwady. Schon von der langen Ava-Brück aus, welche die beiden Flussufer miteinander verbindet, sieht man das Gold der Pagoden in den grünen Hügel der umliegenden Berg funkeln.

Sagaing

Mehrere hundert Klöster und Tempel gibt es hier, in denen tausende Mönche und Nonnen die Lehren Buddhas studieren. Besonders sehenswert davon sind:

Die Umin Thounzeh Paya, wo man in einer Art künstlichen Höhle 45 Buddha-Statuen bewundern kann.

Die Sun U Ponnya Shin Paya, die unsere Tochter wegen der großen Hasenfiguren auf den Spendenboxen besonders spannend fand, wir wegen den tollen Aussicht auf die Umliegende Landschaft mit Ayeyarwady, Inwa und bis nach Mandalay.

Auch hatten wir das Glück an einem wichtigen buddhistischen Feiertag vor Ort zu sein, so dass es ein besonderes Erlebnis war durch die Menschenmassen und den Trubel in der Kaunghmudaw Pagode zu schlendern. Hier war alles voll mit Verkaufs- und Essenständen und man konnte sehen wie sehr die religiöse Praxis in Myanmar ein ganz essentieller Lebensbestandteil ist. Wir ließen uns also durch das Gewirr der Gänge treiben und beobachteten gespannt die unzähligen burmesischen Familien beim Beten, Spenden, Essen und Feiern. Die riesige Pagode ist aber auch durch ihre ungewöhnliche Form sehr spannend, da sie wie ein monströser aufgeschnittener Ball (oder eine Brust) aussieht. Ursprünglich war die Pagode aus dem Jahr 1648 einmal weiß angestrichen, doch das Militärregime ließ sie Gold streichen, dass nun von weitem in der Sonnen blenden funkelt.

Kaunghmudaw Pagode

 

Mingun

Mingun kann man von Mandalay aus in einer einstündigen Bootfahrt den Ayeyarwady hinauf erreich. Die Boote fahren täglich gegen 09 Uhr ab und um 12:30 Uhr zurück. Diese Zeit ist auch völlig ausreichend, um alle Sehenswürdigkeiten zu sehen. Man kann diese bequem zu Fuß erreichen oder sich ein vermutlich genauso schnelles Ochsenkarrentaxi nehmen.

Das winzige Dörfchen Mingun ist tatschlich ein Ort der Superlative, denn hier findet man nicht nur die größte, intakte freischwingende Glock der Welt, sondern auch die Überreste der größten Pagode der Welt, in der diese Glocke einst hängen sollte. Die Glocke ist 4 m hoch und hat ein Gewicht von ca. 90 Tonnen. Die Pagode, die der größenwahnsinnigen König Bodawpaya in Auftrag gegeben hatte, wurde nie fertig gestellt. Doch selbst der Sockel, den man heute noch sehen kann, ist mit 50 Metern Höhe einfach nur unfassbar gigantisch.

Außerdem gibt es in Mingun noch zwei schöne weiße Pagoden: Die größere und bekanntere Hsinbyume Pagode und die kleinere Settawya Pagode in der Nähe des Bootsanlegers.

Mingun hat mich aber nicht nur aufgrund dieser absurden Sehenswürdigkeiten beeindruckt, sondern auch wegen der Menschen dir wir vor Ort getroffen haben: Der bitteren Armut, die wir dort zu sehen bekamen und die vielen kranken Kindern, die ich dort immer wieder bei ihren Müttern liegen sah. Um die Attraktionen herum stehen viele Souvenir- und Essensstände und wir konnten fast an keinem halt machen, ohne nicht wenigstens eine Kleinigkeit zu kaufen, um so zu versuchen diese Familie zu unterstützen.

Kids in Mingun

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.